Jörg Teuchert mit Töchterchen Sina bei der Siegerehrung

Mit 17 Punkten Rückstand auf den Meisterschaftsführenden Martin Bauer reiste Jörg Teuchert zum IDM-Finale nach Hockenheim. Der Titel war für den Franken theoretisch noch möglich, praktisch musste Teuchert aber auf einen Fehler des Österreichers hoffen, um die nötigen Punkte für den Titelgewinn einfahren zu können.

Von Position zwei ging es für Teuchert in das erste Rennen am Sonntagvormittag. Vor ihm stand nur Martin Bauer auf Pole-Position. Teuchert erwischte einen sehr guten Start und bog als Führender in die erste Kurve ein. Doch seine Führung währte nicht lange, denn Martin Bauer attackierte noch in der ersten Runde und übernahm die Führung. Bauer konnte sich direkt in den ersten Runden von seinen Verfolgern Teuchert und Giabbani absetzen und einen Vorsprung von knapp zwei Sekunden herausfahren. Hinter Bauer attackierte Giabbani Teuchert und konnte am Franken in der 14. Runde vorbeiziehen. Teuchert konterte in der vorletzten Runde und gab den zweiten Platz bis zum Ende nicht mehr ab.

Teamkollegin Nina Prinz bestätigte im Rennen ihre aufsteigende Form und fuhr nach dem Start auf dem siebten Platz. Kurzzeitig konnte sich die Allgäuerin bis auf den sechsten Platz verbessern, musste aber am Ende zurückstecken und überquerte als Siebte den Zielstrich. Andrzej Pawelec verpasste den Start und fiel von Startplatz 17 bis auf den 22. Rang zurück. Im Verlauf des Rennens konnte der Pole aber wieder Plätze gut machen und verpasste mit Rang 16 am Ende knapp die Punkteränge.

 

Auch beim zweiten Rennen erwischte Teuchert einen Raketenstart und setzte sich direkt an die Spitze des Feldes. Anders als im ersten Rennen blieb Teuchert in Führung, bevor er in der sechsten Runde seine Führung an den Franzosen Giabbani abgeben musste. Die beiden lieferten sich ein packendes Rennen und in der 13. Runde holte sich Teuchert die Führung zurück. Giabbani gab jedoch nicht auf und schnappte sich Teuchert in der 18. Runde und fuhr am Ende mit 0,106 Sekunden Vorsprung vor Teuchert als Sieger ins Ziel. Martin Bauer hielt sich aus dem packenden Zweikampf an der Spitze raus und wurde als Dritter gewertet. „Mein Glückwunsch an Martin. Er hat den Titel verdient gewonnen. Heute war nicht mehr drin und ich hätte auf einen Fehler von Martin warten müssen, was aber nicht passiert ist. Wir haben die wichtigen Punkte am Nürburgring verloren, aber so ist der Rennsport.“

 

Den Start ins zweite Rennen erwischte Nina Prinz noch besser, als bereits im ersten Lauf und kam als Fünfte aus der ersten Runde. In der zweiten Runde musste sie jedoch wieder zwei Plätze abgeben, konnte sich aber in der achten Runde auf Rang sechs verbessern. In der folgenden Runde ging es einen weiteren Platz nach vorne und ab diesem Moment sahen die 26.300 Zuschauer ein packendes Duell zwischen Prinz und den auf Rang vier fahrenden Andreas Meklau. Mit aller Macht versuchte Prinz an Meklau vorbeizukommen, was aber am Ende nicht gelang. Am Ende stand mit Rang fünf das beste Saisonergebnis für Nina auf dem Zeitenmonitor. „Mein Start im zweiten Rennen war bombastisch und ich fuhr auf dem fünften Rang. Dann fiel ich leicht zurück, konnte mich aber wieder nach vorne kämpfen. Ab der 9. Runde fuhr ich hinter Andreas Meklau. Ich habe versucht in unter Druck zu setzen, aber am Ende hat es dann leider nicht gereicht, um an ihm vorbeizufahren.“

 

Für Teamkollege Andrzej Pawelec verlief das zweite Rennen identisch mit dem ersten. Andrzej verpasste den Start und fand sich auf Rang 21 wieder. Während des 19 Runden dauernden Rennens konnte sich Andrzej Position um Position verbessern und überquerte den Zielstrich am Ende auf Rang 17.
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