Teuchert, Bauer und Daemen

Mit zwei zweiten Plätzen auf dem Schleizer Dreieck wahrte Jörg Teuchert seine Chancen auf den Meistertitel, auch wenn er nach dem 6. Lauf zehn Punkte an den Doppelsieger und momentan führenden in der Wertung Martin Bauer abgeben musste.

Im ersten Rennen erwischte Teuchert von Startposition drei den besten Start und bog als Führender in die erste Kurve ein. Doch bereits nach einer Runde lag Bauer gleichauf mit Teuchert und bremste sich am Ende der Start-Zielgeraden am Franken vorbei. Zusammen mit Daemen und Meklau zog das Quartett an der Spitze davon und konnte sich bereits nach wenigen Runden einen Vorsprung auf die Verfolger herausfahren. Bis kurz vor Schluss lag Teuchert dicht hinter Bauer und die Zuschauer warteten auf eine finale Attacke des Supersport-Weltmeisters von 2000. Doch Bauer hatte noch ein As im Ärmel, das er pünktlich drei Runden vor Ende ins Rennen warf. Mit der schnellsten Rundenzeit zog der Österreicher davon und überquerte am Ende vor Teuchert und Daemen den Zielstrich. "Martin konnte einfach besser aus den Ecken herausbeschleunigen und zog vor allem auf der Start-Zielgeraden einfach davon. Da hatte ich keine Chance", kommentiert Teuchert den ersten Lauf.

Von Position zwölf ging Andrzej Pawelec ins Rennen. Der Pole erwischte einen guten Start und kam als Neunter aus der erste Runde zurück. Mit konstanten Runden zog Andrzej seine Bahnen und fuhr zeitweise auf dem achten Rang um den Kurs, bevor er nach 19 Runden auf Rang neun liegend die Zielfahne sah. Für Nina Prinz, die von Platz 15 startete, verlief das Rennen über weite Teile unspektakulär. Die Allgäuerin verlor nach dem Start einen Platz, den sie aber ab der vierten Runde wieder inne hatte. In den Schlussrunden musste sich Prinz den Attacken ihrer Kollegen erwehren, wusste sich aber zu helfen und kam als 15. ins Ziel. "Ich finde einfach noch keine passende Linie in Schleiz. Das letzte mal bin ich hier vor zwei Jahren mit einer Supersport-Maschine gefahren", schildert Nina Prinz ihr Rennen.

 

Auch im zweiten Rennen am Nachmittag erwischte Teuchert den besten Start und bog erneut als Führender in die erste Kurve ein. Doch auch hier zeigte sich bereits nach kurzer Zeit, dass Martin Bauer heute nicht zu schlagen war. Der Österreicher führte bereits nach wenigen Runden mit deutlichem Abstand und Teuchert konnte Bauer nur folgen und den zweiten Rang nach Hause fahren. "Wir haben gedacht, dass wir das Motorrad über den Mittag verbessert haben. Aber das ging wohl nach hinten los, da ich nicht so schnell aus den Kurven herausbeschleunigen konnte, wie im ersten Lauf.“, so Teuchert in der Pressekonferenz.

 

Drei Plätze verbessern konnte sich Nina Prinz im zweiten Rennen. Erneut gelang Prinz ein guter Start und sie konnte sich in der neunten Runde auf den 13. Rang verbessern. Eine weitere Verbesserung auf den zwölften Rang gelang ihr in der 13. Runde. Am Ende fuhr Prinz ein einsames Rennen mit 3 Sekunden Rückstand auf den elftplazierten Rizmayer und 4 Sekunden Vorsprung auf Berthelsen auf Rang 13 nach Hause. Weniger erfolgreich verlief das zweite Rennen für Andrzej Pawelec. Bereits am Start verlor Andrzej zehn Plätze und musste sich auf Rang 22 einsortieren. Runde um Runde kämpfte sich Pawelec nach vorne, um an Ende als 18. gewertet zu werden.

 

In der Meisterschaft führt weiterhin Martin Bauer (256 Punkte) vor Teuchert mit 215 Punkten. Nina Prinz liegt nach 12 von 16 Rennen auf Rang 15 (38 Punkte), Teamkollege Andrzej Pawelec auf Rang 18 (21 Punkte).
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