Bauer, Teuchert und Daemen

Vor 17.300 Zuschauern sicherte sich Jörg Teuchert im ersten Superbike-Lauf auf dem Salzburgring seinen dritten Saisonsieg. Von Position drei ging der Franke ins erste Rennen am Sonntagvormittag und bog nach einem Bombenstart als erster in die Schikane nach Start-Ziel ein. Doch die Führung währte nicht lange, den auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke in Österreich spielt der Windschatten eine große Rolle und so war es nicht verwunderlich, dass der aktuell Führende in der Meisterschaft, Martin Bauer, an Teuchert vorbeigehen konnte. Zusammen mit Teuchert und Bauer kämpfte bereits nach wenigen Runden nur noch Pole-Mann Werner Daemen um die Spitze.

Auf den unterschiedlichsten Linien zog das Trio seinen Bahnen und sorgte bei den Zuschauern oberhalb der Fahrerlagerkurve mit sehenswerten Überholmanövern während des gesamten Rennens für Kurzweil. Die letzte Runde sah den Lokalmatador Martin Bauer als Führenden, doch Teuchert nutzte einen Fehler von Bauer am Ende der Fahrerlagerkurve, zog innen vorbei und ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen. Bauer folgte Teuchert auf Rang zwei, Dritter wurde Werner Daemen. „Wir haben uns bergauf gegenseitig Windschatten gegeben. Ich war kurz vorn, aber Martin hat gekontert. Ich bin dann ausgangs der Fahrerlagerkurve einfach eisern auf meiner Linie geblieben und habe gewartet. Da hatte ich Glück, dass Martin etwas nach außen kam und ich innen durchgehen konnte.“, freute sich Teuchert.

Ihr zweites Top-Ten Ergebnis konnte Nina Prinz auf dem Salzburgring nach Hause fahren. Mit dem siebten Startplatz hatte die Allgäuerin bereits im Training ein gutes Ergebnis eingefahren und auch im Rennen lief es für Prinz. Hinter der Spitzengruppe fuhr Nina Prinz lange Zeit im Verfolgerfeld mit, musste dann aber abreisen lassen und überqerte als Neunte den Zielstrich. Teamkollege Andrzej Pawelec kämpfte sich tapfer im Mittelfeld durch das Rennen, schied aber drei Runden vor Ende aus.

 

Zweites Rennen:

 

Die Ausgangslage für das zweite Rennen war für Teuchert ähnlich wie bereits im ersten Umlauf. Als Zweiter kam der Franke hinter Martin Bauer aus der ersten Runde. Hinter ihm folgten Werner Daemen, Andreas Meklau und Günther Knobloch. Ab der fünften Runde teilte sich die Führungsgruppe und die Verfolger ab Meklau mussten abreisen lassen. So waren es erneut Bauer, Teuchert und Daemen, die um den Sieg kämpften. In der 13. Runde lag Daemen in Führung, als Kai Borre-Andersen, der sich zu diesem Zeitpunkt bis auf den vierten Rang vorgekämpft hatte, in der Fahrerlager heftig abflog. Als Folge wurde das Rennen abgebrochen und mit dem Stand aus der Vorrunde gewertet. Damen gewannt vor Teuchert und Bauer.

 

Verbessern konnte sich Nina Prinz im zweiten Rennen. Von Position sieben ging es für die schnelle Lady auf die 17 Runden und am Ende stand mit dem siebten Rang auch ihr bisher bestes Saisonergebnis in der Ergebnisliste. Andrzej Pawelec, der das erste Rennen nicht beenden konnte, machte es im zweiten Lauf ebenfalls besser und sicherte sich mit dem 13. Platz weitere Punkte in der Meisterschaft.

 

In der Tabelle führt nach 10 von 16 Rennen Martin Bauer mit 206 Punkten, doch Teuchert konnte mit seinem Sieg und dem zweiten Platz den Rückstand auf 31 Punkte verringern. Nina Prinz steht mit 33 Punkten auf Rang 15, Andrzej Pawelec mit 10 Punkten auf Platz 18.
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