Yamaha-Dreifachpodium am Salzburgring

Der Australier Damian Cudlin fuhr vor 17.300 Zuschauern am Salzburgring seinen ersten Sieg in der Klasse IDM Supersport ein. Bei schwülheißen 30 Grad gewann der Yamaha-Pilot vom SKM-Bike Promotion Team die Windschatten-Schlacht in Österreich. Er verwies seinen Teamkollegen Rico Penzkofer und den Russen Vladimir Leonov (Vector Racing Team) auf die Ränge.

Im Training hatte Vladimir Ivanov noch seine diesjährige Statistik beschönigt. Nach zwei Siegen in Folge (Nürburgring und Sachsenring), holte er sich auch seine zweite Pole-Position in Folge. Aber es ging schon im Training sehr eng zu. Den zweiten Startplatz sicherte sich der Meisterschaftsleader Arne Tode (G-LAB Racing-Sport-Evolution) vor den Teamkollegen Damian Cudlin und Rico Penzkofer. „Wir haben im Training natürlich versucht, Windschatten zu fahren“, gab Penzkofer zu Protokoll. „Das bringt immer noch ein paar Zehntel.“ Aus Reihe zwei ging der dritte Mann vom SKM-Bike Promotion-Team, Pascal Eckhardt – neben ihm standen Vladimir Leonov, Sebastien Diss und Roman Raschle.

Im Rennen war es einmal mehr Sebastien Diss (Kawasaki BMR Racing Team) der den besten Start erwischte und als erster in die Schikane einbog. Alle 41 Piloten schlängelten sich perfekt durch die ersten Kurvenpassagen und niemand stürzte.

Diss war es auch, der erst einmal die Führung behaupten konnte – allerdings nur in der ersten Runde. Dann führte der Russe Ivanov die Meute für zwei Runden an, ehe er in die Box musste. „Irgendetwas hat meinen Hinterreifen zerschnitten“, ärgerte sich der Yamaha-Pilot, als er mit einem „Platten“ aufgeben musste.

Nun wechselte die Führung in nahezu jeder Runde. Insgesamt gab es im Supersport-Rennen fünf verschiedene Spitzenreiter. Nach dem Ausfall Ivanovs waren es Cudlin, Penzkofer und Tode. Allerdings musste Arne Tode aufgrund eines Verbremsers einmal den Notausgang an der Schikane nach Start-Ziel nehmen. Danach waren es nur noch Cudlin und Penzkofer, die den Sieg unter sich ausmachten. Von Runde sechs an kam keiner mehr an den beiden Teamkollegen vorbei.

 

Und das obwohl noch mehrere Fahrer in Schlagdistanz lagen. Herbert Kaufmann lauerte auf dem dritten Rang, ehe ihn ein ähnliches Schicksal wie Tode ereilte. Zwei Runden vor Schluss verbremste sich der Suzuki-Pilot und musste den Notausgang nehmen. Kaufmann fiel dadurch auf den siebenten Rang zurück, den er auch ins Ziel fuhr. Damit war der Weg für Leonov frei.

 

Cudlin und Penzkofer schenkten sich keinen Zentimeter und wechselten ständig die Führung. „Es war ein sehr schönes Rennen und ein fairer Kampf“, gab Penzkofer zu Protokoll. „Damian hat in der letzten Runde eine ganz schöne Attacke geritten und mich sauber überholt. Da konnte ich nichts mehr entgegensetzen.“ Cudlin gewann mit nur 0,081 Sekunden Vorsprung.

 

Leonov wurde Dritter und feierte seinen ersten Podestplatz in einem Straßenrennen. Vorher fuhr er in Russland Moto-Cross. Er konnte auch den amtierenden Meister, Sebastien Diss, hinter sich lassen ebenso wie Pascal Eckhardt, Arne Tode, Herbert Kaufmann und Joshua Sommer. Letzterer hatte im Vorfeld des Salzburgring-Laufes das Team gewechselt und war von Suzuki auf Triumph und in das Wilbers Team umgestiegen. Angesichts seines Einstandes mit einem achten Rang wohl die richtige Entscheidung.

 

Mit seinem sechsten Rang verlor Arne Tode weitere Punkte seines Vorsprunges auf seine Meisterschafts-Verfolger. Der Glauchauer liegt mit 150 Punkten in Front und hat noch 29 Zähler Polster. Cudlin folgt mit 121. „Vor der Saison hatte ich keinen Druck“, kommentierte der Australier. „Es hat niemand von mir erwartet, dass ich Rennen gewinne. Aber jetzt sehe ich ein Licht am Ende des Tunnels und hoffe, dem Arne noch ordentlich zusetzen zu können.“ Hinter Damian Cudlin geht es durchaus knapp zu. Dritter ist derzeit Sebastien Diss mit 106 Punkten vor Vladimir Ivanov (101), Herbert Kaufmann (95) und Rico Penzkofer (90).
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