valentino_rossi_4 Die 141.632 Zuschauer rund um die Berg- und Talbahn in Brünn sahen kein glückliches Ende für das Fiat Yamaha Team beim Großen Preis der Tschechei. Valentino Rossi hatte vom Start weg mit Traktionsproblemen zu kämpfen und konnte sich als Siebter über den Zielstrich retten, während für seinen Teamkollegen Colin Edwards bereits in der zweiten Runde das Rennen zu Ende war.

Von Startplatz sechs ging Rossi ins Rennen und verlor noch vor der ersten Kurve einen weiteren Platz, konnte sich aber in der ersten Runde wieder auf seine Startposition, direkt hinter Loris Capirossi verbessern. Der Italiener brauchte einige Runden, um sich dann in der achten von 22 Runden an seinem Landsmann vorbeizubremsen. Doch von diesem Moment an, hatte Rossi massive Gripprobleme und konnte sich nicht von seinen Verfolgern absetzen. Einige Runden später musste sich Rossi erst Chris Vermeulen und dann Loris Capirossi geschlagen geben, bevor Randy de Puniet von hinten Druck auf ihn ausübte. Rossi musste hart kämpfen um den Franzosen bis zur Ziellinie hinter sich zu halten.

 

Für Edwards war das Rennen bereits in der zweiten Runde nach einem Sturz über das Vorderrad zu Ende. Er schaffte es zwar, wieder auf die Strecke zu fahren, doch die Beschädigungen an seiner M1 waren zu groß und Edwards musste zurück in die Box und sein Arbeitsgerät abstellen. Für den Amerikaner war es damit erst das dritte Mal in seiner Karriere bei Yamaha, dass er ein Rennen nicht zu Ende fahren konnte.

 

Das Rennen gewann Casey Stoner, der mit dem heutigen Sieg seinen Vorsprung in der WM auf Rossi auf 60 Punkte ausbauen konnte. Edwards bleibt mit 93 Punkten siebter. Für den MotoGP-Zirkus geht es in 14 Tagen beim Großen Preis von San Marino wieder an den Start, wo das Rennen nach 14 Jahren Pause in Misano ausgetragen wird.

 

Valentino Rossi, Platz 7
"Wir haben ein schwieriges Rennen erwartet, denn wir wussten nach den beiden letzten Tagen, dass unser Potenzial nicht sehr groß ist. Doch es kam schlimmer, als erwartet! Ich habe versucht, meinen Rhythmus zu halten, doch nach sieben oder acht Runden rutschte mein Reifen auf der rechten Seite und ich konnte einfach nicht mehr richtig Gas geben. Wir haben das ganze Wochenende versucht, mehr Traktion zu finden. Wir haben die Einstellungen geändert, damit der Reifen funktioniert, was uns aber leider im Rennen nicht gelungen ist. Mit den Einstellungen mussten wir den Kurvenspeed drosseln, was erheblich Zeit gekostet hat. Es war heute sehr schwierig. Ich konnte am Anfang 1:59er Zeiten fahren, doch nach einigen Runden ließ der Reifen massiv nach und ich musste bis zum Ende des Rennens warten. Zu Beginn hatte ich eine harte Zeit mit Capirossi, denn in einigen Abschnitten war ich schneller als er, fand aber keinen Weg um an ihm vorbei zu fahren und er zog auf den Geraden einfach wieder davon. Als ich dann an ihm vorbeifahren konnte, blieb er mir auf den Fersen und ich konnte mich nicht absetzen. Ich gab alles, doch zu diesem Zeitpunkt war ich weder schnell genug noch zu langsam, doch dann verließ mich mein Reifen und Vermeulen zog vorbei und kurz danach auch Capirossi. Ich bin traurig, denn ich war einfach nicht in der Lage mitzuhalten. Gegen Ende des Rennens musste ich richtig hart kämpfen, um de Puniet hinter mir zu halten und glücklicherweise gelang dies auch. Doch wir sind ziemlich weit von einer guten Leistung entfernt. Ich habe versucht, meinen Fahrstil zu ändern, um die Situation zu retten, doch es hat leider nichts geholfen. Jetzt sind wir hier noch zwei Tage zum Testen, doch unsere Lage ist ziemlich schlecht und wir haben einige Probleme, mit denen wir klar kommen müssen. Wir werden sicherlich versuchen, das Beste aus den beiden Tagen zu machen und einige Lösungen für die nächsten Rennen zu finden. Wir werden sehen was passiert, aber es wird sicherlich sehr schwierig. Wir haben noch sechs Rennen in diesem Jahr und wir werden so hart arbeiten, wie wir können um einige gute Ergebnisse erzielen zu können."

 

Colin Edwards, Ausfall
"Mein Start war eigentlich gar nicht so schlecht, denn ich konnte mich um einen Platz verbessern, fühlte mich aber nicht wirklich gut. Wir haben eine neue Startautomatik getestet die bisher sehr gut funktioniert hat, doch in der Hektik und dem ganzen Renntrubel hat sie die Kupplung ein bisschen zu früh geöffnet und dadurch sind die Drehzahlen in den Keller gegangen. Aber egal, ich bin ziemlich hart gefahren und ich wusste, dass es einige Stellen für Überholmanöver gibt. Also bin ich an de Puniet rangefahren und wollte schauen, wie es läuft. Ich kam aus der dritten Kurve raus, fuhr in die vierte und beobachtete ihn und noch bevor ich merkte was los war, rutschte ich über das Vorderrad ins Kiesbett. Es ist schon lange her, als ich das letzte Mal über das Vorderrad weggerutscht bin. Ich habe einen Fehler gemacht und bin sehr enttäuscht, denn jetzt haben wir ziemlich viel Arbeit beim Test vor uns, damit es in Misano besser läuft."
Joomla templates by a4joomla