Valentina Rossi im Corkscrew von Laguna SecaValentino Rossi beendete den Großen Preis der USA in Laguna Seca nach einem energischen Rennen auf Platz vier. Teamkollege Colin Edwards konnte seinen Traum vom Erfolg bei seinem Heimrennen nicht erfüllen und überquerte die Ziellinie auf Platz elf, während WM-Leader Casey Stoner einen Start-Ziel-Sieg herausfahren konnte.

Rossi ging von Position fünf ins Rennen, verlor aber schon nach einem mäßigen Start Boden und fuhr in der ersten Runde hinter Colin Edwards. Ohne zu warten überholte Rossi Edwards und beide beendeten die erste Runde auf Platz vier und fünf. In der fünften Runde attackierte Melandri Colin Edwards und hängte sich an seinen Landsmann Rossi ran, den er einige Runden später ebenfalls überholen konnte. Im weiteren Rennverlauf schnappte sich Melandri den vor ihm fahrenden Dani Pedrosa und Rossi zog nach, überholte den Spanier in der 20. Runde und fuhr ab diesem Zeitpunkt auf Platz vier um den Kurs in Kalifornien. Einige Runden sah es so aus, als ob Rossi den Abstand auf den vor ihm fahrenden Melandri aufholen könnte, doch am Ende musste sich der Italiener wegen nachlassender Reifen geschlagen geben und sah mit einem Rückstand von 30,664 Sekunden auf den Sieger als Vierter die karierte Flagge.

 

Für Edwards sah es die meiste Zeit des Rennens nach einem komfortablen sechsten Platz aus, doch seine Reifen bauten gegen Rennende so stark ab, dass er sich den Attacken seiner Mitstreiter nicht mehr erwehren konnte und Elfter wurde. In der WM-Wertung liegen Rossi und Edwards nach dem elften Rennen auf den Plätzen zwei und sieben, während Stoner an der Spitze seinen Vorsprung auf 44 Punkte ausbauen konnte. Die Moto-GP Fahrer machen jetzt eine kurze Sommerpause, bevor es im August in Brünn wieder ernst wird.

 

Valentino Rossi, Platz 4
"Es war schon ziemlich enttäuschend für mich, denn mit dieser Reifensituation hat man das Gefühl, als ob die anderen Fahrer ein anderes Rennen fahren würden. Mein Team und ich haben hart gearbeitet, vor allem nach meinem Sturz am Samstag, und wir haben alles gegeben, um das Motorrad so gut wie nur möglich zu machen. Aber ohne Grip ist es einfach unmöglich, mit der Spitze mitzukämpfen. Ich bin so gut gefahren, wie es nur ging und war froh darüber, dass ich an Pedrosa vorbeiziehen konnte. Doch für Melandri hat es nicht mehr gereicht, wir hatten einfach zu wenig Grip. Ich bin immer noch traurig über meinen Sturz am Sachsenring, denn dort waren die Michelin-Reifen sehr stark und ich habe die Chance verpasst, wichtige Punkte auf Stoner aufzuholen. Nach dem heutigen Rennen, wissen wir, wie wichtig das ist! Es sieht ganz danach aus, als ob die Reifen in diesem Jahr der entscheidende Faktor sind, was für die Fans und die Show etwas schade ist. Wir geben aber nicht auf und es sind ja noch sieben Rennen. Michelin wird hart arbeiten und versuchen, die Situation in der zweiten Saisonhälfte für uns zu verbessern, doch Stoner ist sehr stark - das wissen wir! Aber egal, jetzt haben wir Urlaub und werden dann ab Brünn bis zum Ende der Saison alles geben."

 

Colin Edwards, Platz 11
"Ich denke, dass es jeder sehen konnte, mit welchen Problemen wir zu kämpfen hatten. Wir hatten schon das ganze Wochenende Schwierigkeiten und haben alle möglichen Einstellungen am Motorrad geändert, was aber nicht wirklich funktioniert hat. Wir haben uns im Kreis gedreht, konnten aber das Grundproblem nicht lösen - uns fehlt einfach Grip. Dass dies ausgerechnet bei meinem Heimspiel passiert, ist für mich sehr enttäuschend, den meine Familie und Freunde sind hier und es ist schade, dass wir den amerikanischen Fans nichts zu feiern geben konnten. Mein Team hat wirklich hart gearbeitet und alle haben sich ihren Urlaub redlich verdient und nach der Pause werden wir frisch und ausgeruht in Brünn an den Start gehen."
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