Colin EdwardsFiat Yamaha Team Fahrer Colin Edwards fuhr heute auf dem Sachsenring bei sehr heißen Bedingungen ein starkes Rennen. Am Ende stand für Edwards der vierte Platz auf dem Zeitenmonitor, nachdem er beim Großen Preis von Deutschland von Position 13 ins Rennen gegangen war. Teamkollege Valentino Rossi hatte dagegen einen enttäuschenden Tag. Der Italiener stürzte beim Kampf um Position sechs und verlor in der WM-Wertung. Sieger des Rennens wurde mit einem Start-Ziel-Sieg der Spanier Dani Pedrosa.

Vor 101.083 Fans und Temperaturen um die 33 Grad wurde das Rennen über 30 Runden heute eher zu einem Langstreckenrennen - sowohl für die Fahrer als auch für die Reifen. Rossi ging von Position sechs ins Rennen, wurde aber direkt nach dem Start auf Platz acht zurückgeworfen. Rossi konnte erst in der zweiten Runde den vor ihm fahrenden Alex Barros überholen und war nun Siebter hinter Randy de Puniet. Im Omega attackierte Rossi den Franzosen, konnte nach einem Fahrfehler von de Puniet innen vorbeiziehen, stürzte aber nur wenige Meter über das Vorderrad und rutschte in den sächsischen Kies, was gleichzeitig auch das Ende für den Italiener bedeutete.

 

In der Zwischenzeit konnte sich Edwards permanent verbessern und sich seinen Weg durch das Feld bahnen, nachdem er immer mehr Vertrauen in seine M1 und die Michelin-Reifen entwickelt hatte. In der 24. Runde fuhr der Texaner dann hinter Melandri und Stoner und kämpfte um den vierten Platz, den er kurze Zeit später auch für sich gewonnen hatte. Den letzten Podiumsplatz vor Augen versuchte Edwards den Rückstand auf den drittplatzierten Hayden zu eliminieren, was allerdings nicht funktioniert hat. Am Ende des Rennens waren es knapp zwei Sekunden, die Edwards von Hayden trennten. In der WM Wertung blieb Rossi hinter Stoner auf dem zweiten Platz mit einem Rückstand von 32 Punkten. Edwards stabilisierte mit den 13 Punkten von heute seinen siebten WM-Rang.

 

Colin Edwards, Platz 4
"Die ersten Runden waren ziemlich hart und ich bin einige Male fast gestürzt und dachte, dass ich wohl zu viel Grip am Hinterreifen habe! Doch nach einiger Zeit wurde es immer besser und als mich Hayden erneut überholt hatte, habe ich mich entschlossen energischer anzugreifen. Ich holte auf und sah auf einmal die drei Jungs vor mir und dachte, dass es heute für einen Podiumsplatz reichen könnte. Stoner und Melandri konnte ich zügig überholen, doch an Hayden kam ich einfach nicht mehr ran. Ein Podium wäre heute toll gewesen, doch nach dem gestrigen Zeittraining bin ich mit Platz vier mehr als zufrieden. Es ist auch meine beste Platzierung auf dem Sachsenring seit langer Zeit. Es war schon ein kräfteraubendes Rennen und erst beim Überqueren der Ziellinie realisiert man, wie viel Kraft diese dreißig Runden hier kosten. Vor allem die linke Körperhälfte wird enorm beansprucht - meine Schulter tut im Moment ziemlich weh! Ich möchte mich bei Michelin, meinem Team und Yamaha bedanken, denn alle haben hart gearbeitet und einen Weg gefunden, dass es heute so gut gelaufen ist. Wir wussten heute morgen schon, dass wir ein gutes Paket haben, aber Platz vier von Startplatz 13 ist großartig. Jetzt sind alle heiß auf Laguna!"

 

Valentino Rossi, Ausfall
"Leider habe ich heute einen Fehler gemacht und ich möchte mich bei allen entschuldigen - bei meinem Team, bei Yamaha und vor allem bei meinen Fans. Ich habe beim Start einige Plätze verloren und musste eine Runde warten, bevor ich richtig Gas geben konnte, obwohl sich alles sehr gut angefühlt hat. De Puniet zu überholten war sehr hart, denn an den Stellen, wo man überholen kann, war er sehr schnell. Doch dann hat es geklappt und ich konnte innen vorbeiziehen, machte dann aber einen Fehler und bin über das Vorderrad weggerutscht. Ich bin sehr unglücklich, denn heute war das Gesamtpaket sehr gut und ich habe die Chance verpasst, einige Punkte auf Stoner gut zu machen. Die Michelin-Reifen haben hier, wie man bei Pedrosa und Colin gesehen hat, bis zum Ende sehr gut funktioniert und ich bin schon traurig, dass ich nicht mitkämpfen konnte. Glücklicherweise wurde Stoner hier nur Fünfter und konnte nicht so viele Punkte einfahren, was die WM-Situation gar nicht so schlecht macht. Jetzt haben wir sieben Tage bis zum Rennen in Amerika und wenn ich mich im Moment nicht so gut fühle, bin ich doch entschlossen das Rennen in den Staaten zu gewinnen!"
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