Valentino Rossi

Le Mans/Frankreich - 20.05.2007

Starker Regen zerstörte heute beim Großen Preis von Frankreich in Le Mans die Hoffnungen der Fiat Yamaha Team Fahrer Valentino Rossi und Colin Edwards. Beide kämpften im Rennen mit den nassen Bedingungen und beendeten das Rennen auf dem sechsten bzw. zwölften Platz. Ein packendes Rennen, bei dem sieben Fahrer stürzten, war es allemal und am Ende konnte der Australier Chris Vermeulen seinen ersten Sieg in MotoGP-Klasse für sich verbuchen.

Schwarze Wolken zogen bereits während der Startaufstellung am Himmel auf und einzelne Regentropfen noch vor dem Start des Rennens veranlassten die Rennleitung dazu, das Rennen als „Wet-Race“ zu deklarieren. Mit diesen Vorgaben konnten die Fahrer das Rennen auf Slicks starten und das Motorrad wechseln, wenn sich das Wetter verschlechtern würde. Edwards ging von Pole ins Rennen, erwischte jedoch keinen guten Start und hatte von Beginn an Problem, wodurch er bereits in der ersten Runde bis an das Ende des Feldes zurückgeworfen wurde. Er war in Runde vier auch der Erste, der in die Box fuhr und sich ein anderes Motorrad schnappte.

 

Valentino Rossi startete von Position vier und übernahm in der zweiten Kurve die Führung, bevor er diese in Runde sechs an Yamaha-Fahrer Sylvain Guintolli und Randy de Puniet verlor. Zu diesem Zeitpunkt verschlechterte sich auch das Wetter und Rossi fuhr in Runde zehn in die Box, um sein Motorrad zu tauschen. Für den Italiener sah es auch sehr gut aus, den nach seinem Tausch fuhr Rossi auf Platz drei um den Kurs. Die Wahl eines harten Regenreifens erwies sich aber am Ende als die falsche, denn Rossi konnte bei stärker werdendem Regen nicht mehr zulegen und wurde am Ende bis auf den sechsten Platz zurückgeworfen.

 

Valentino Rossi, Platz 6

„Ich bin nicht gerade glücklich, was das Ergebnis angeht. Auf trockener Strecke hatte ich ein sehr gutes Gefühl. Wir haben einige Änderungen am Motorrad vorgenommen und es lief prima. Ich dachte eigentlich, dass ich heute um den Sieg mitfahren kann. Unglücklicherweise ruinierte das Wetter unsere Pläne für den heutigen Tag! Ich fuhr in die Box und tausche das Motorrad. Wir haben uns für die härtere Mischung bei den Regenreifen entschieden, denn wir dachten, dass es nur ein bisschen regnen würde. War leider die falsche Entscheidung und als es stärker regnete, war der Reifen einfach zu hart. Ich musste ziemlich langsam fahren und hatte keinen Grip. In den letzten fünf Runden war es wirklich gefährlich und ich verlor fünf, sechs Sekunden pro Umlauf. Wir hofften, dass wir Stoner hier in Le Mans ein paar Punkte abnehmen könnten, was leider nicht geklappt hat. Es ist in diesem Jahr ein sehr harter Kampf, denn er ist wirklich schnell und das nicht nur auf den Geraden! Gratulation an Chris Vermeulen, der ein tolles Rennen gefahren ist.“

 

Colin Edwards, Platz 12
„Wir hatten heute einige Probleme, die ich auch schon im letzten Jahr in Australien und beim Jerez-Test hatte, als ich im Regen stürzte. Es ist schwer, das zu erklären, aber für mich fühlt es sich an, als ob es mit der Motorbremse zu tun hat. Wenn die Traktion nachlässt – vor allem bei Regen – scheinen die Probleme aufzutauchen. Ich glaube, dass mein Sturz am Samstag auch etwas damit zu tun hat. Ich fahre in die Kurve und auf einmal bricht das Heck aus und ich bin am rutschen. Valentino und ich fahren unterschiedliche Stile – er hält die Kupplung deutlich länger, während ich sie einfach loslasse, was heute ein großes Problem für mich war. Für mich war es eher ein Eis- als ein Regenrennen und einfach unmöglich. Am Start war es am schlimmsten, denn mit einem Slick auf rutschiger Strecke zu starten ist kein Vergnügen. Ich bin sehr früh in die Box gefahren und habe mir gedacht, dass es doch hoffentlich mehr regnet. Doch schon nach einigen Runden auf Regenreifen und noch relativ trockener Strecke war es auch kein Spaß mehr. Ich fuhr wieder in die Box und holte mir einen weichen Regenreifen ab, weil ich dachte, dass der Reifen zu hart sei. Für das Team tut es mir sehr leid. Ich wollte meine erste Pole nutzen und hatte große Hoffnungen für den heutigen Tag.“

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