Valentino Rossi

Mit seinem fünften Saisonsieg beim Rennen in Brünn konnte Valentino Rossi seinen Vorsprung in der WM-Tabelle auf komfortable 50 Punkte ausbauen, nachdem sein ärgster Rivale Casey Stoner in der siebten Runde nach einem Sturz ausschied. Teamkollege Jorge Lorenzo kam nach einem guten Rennen auf dem zehnten Platz ins Ziel.

Von Position zwei ging Rossi ins zwölfte Rennen der Saison und verlor beim Start wertvolle Zeit, als er Hopkins überholen musste. Zu Beginn sah es nach einem Durchmarsch von Stoner aus, der allen davon zog, doch Rossi fand schnell seinen Rhythmus und konnte den Rückstand auf den Australier verkürzen, als dieser in der siebten Runde nach einem Sturz sein Rennen vorzeitig beenden musste. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Duo bereits einen komfortablen Vorsprung auf das restliche Feld herausgefahren. Rossi konnte nach Stoners Ausfall sein Rennen bequem nach Hause fahren. Am Ende hatte der Italiener mehr als 15 Sekunden Vorsprung auf den zweiten Toni Elias, der vor Loris Capirossi auf dem zweiten Platz ins Ziel kam.

Rossis Teamkollege Jorge Lorenzo ging nach einem verpatzten Zeittraining am Samstag vom letzten Startplatz ins Rennen, konnte aber während der 22 Runden auf dem anspruchsvollen Kurs in Brünn sechs seiner Mitstreiter überholen und am Ende einen akzeptablen zehnten Platz auf seinem Konto verbuchen. In der WM-Tabelle führt Rossi (237 Punkte) nun mit 50 Punkten Vorsprung auf Casey Stoner (187 Punkte). Dritter ist Dani Pedrosa mit 172 Punkten. Jorge Lorenzo liegt nach seinem heutigen zehnten Platz in der WM-Wertung mit 120 Punkten auf Rang vier.

Valentino Rossi, Platz 1
"Ich war mir heute sehr sicher, denn seit dem ersten Training am Freitag war mein Motorrad schnell und zusammen mit Jeremy haben wir nach dem Warm-Up eine kleine Änderung an der Gabel vorgenommen, um in einigen Sektionen etwas schneller fahren zu können. Ich verlor am Start eine halbe Sekunde auf Hopkins und Casey war in den ersten Runden unglaublich schnell! Zuerst war ich etwas verwundert, doch nach zwei Runden wusste ich, dass mein Motorrad gut lief und ich schnell genug war, um ihn zu überholen. Ich konnte den Abstand verringern und sah das rote Motorrad vor mir. Es wurde immer größer, als Casey einen Fehler machte. Ich hatte mich schon auf einen harten Kampf eingestellt, doch als ich sah, dass er draußen war, konnte ich es nicht glauben – das machte vieles auf einmal leichter für mich! Ab diesem Zeitpunkt genoss ich das Rennen, meine Bridgestone-Reifen funktionierten bis zum Ende prima und meine M1 fühlte sich gut an. Sicherlich kann ich das nach Caseys Sturz nicht als wirklichen Sieg zählen, aber so ist der Rennsport und ich bin glücklich mit dem Ergebnis. Jetzt haben wir 50 Punkte Vorsprung, was sehr viel ist und ich freue mich auf das nächste Rennen in Misano. Wir wissen, dass 50 Punkte nicht genug sind, vor allem, wenn du Casey im Nacken hast. Jetzt werden wir hier in Brünn noch zwei Tage testen und unter anderem auch elektronische Komponenten ausprobieren, mit denen ich das Gas noch früher aufziehen kann."

 

Jorge Lorenzo, Platz 10
"Das Rennen verlief nicht gerade nach meinen Erwartungen, denn wir hatten das Potenzial, es hier besser zu machen. In der Summe müssen wir aber zufrieden sein, denn wenn man bedenkt, welche Probleme wir mit dem Vorderreifen hatten, war einfach nicht mehr drin. Am Start wollte ich keine großen Risiken eingehen und ich fühlte, wie sich der Vorderreifen mit jeder Runde verschlechterte. Auf der anderen Seite wurde aber mein Hinterreifen mit jeder Runde besser! Ich weiß, dass wir dieses Wochenende Probleme hatten, doch Michelin arbeitet hart an unserem Problem und wir werden die zwei Testtage nutzen, um die Probleme auszusortieren."
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