Colin Edwards

Tech3-Yamaha Fahrer Colin Edwards zeigte beim Rennen in Assen eine großartige Leistung und fuhr vom Ende des Feldes auf den dritten Platz. Weniger Glück hatte Valentino Rossi, der bereits in der ersten Runde stürzte, das Rennen aber wieder aufnehmen konnte, um am Ende als Elfter über den Zielstrich zu fahren. Teamkollege Jorge Lorenzo kämpfte während des gesamten Rennens im Mittelfeld und wurde nach 26 Runden Sechster.

Mit identischen Rundenzeiten wie der Sieger Casey Stoner zog Colin Edwards vom Ende des Feldes seine Bahnen, um sich Runde um Runde zu verbessern. Der Amerikaner überholte in der zehnten Runde seinen Markenkollegen Jorge Lorenzo, der zu diesem Zeitpunkt auf dem siebten Platz fuhr. Nur kurze Zeit später kämpfte Edwards bereits mit Vermeulen, Dovizioso und Nakano um den vierten Platz, den er sich ohne ernsthafte Gegenwehr seiner Mitstreiter sichern konnte. In der letzten Runde war dann Edwards Landsmann Nicky Hayden an der Reihe, dem er kurz vor Ende des Rennens den dritten Platz abnehmen konnte. Der dritte Platz in Assen ist der zweite Podiumsplatz für den Yamaha-Tech3-Fahrer in dieser Saison und in der WM-Tabelle konnte sich Edwards, mit nur 16 Punkten Rückstand auf Lorenzo, auf den vierten Platz verbessern.

Fiat Yamaha Fahrer Jorge Lorenzo sicherte sich am Ende beim 60. Großen Preis der Niederlande in Assen den sechsten Platz. Der jüngste MotoGP-Pilot konnte sich damit im Vergleich zu seiner Startposition um einen Platz verbessern. Mit Pech startete Teamkollege Valentino Rossi ins Rennen, als er nach einem für ihn ungewöhnlichen Fahrfehler mit Randy de Puniet kollidierte und stürzte. Der Italiener konnte das Rennen wieder aufnehmen, musste aber dem Feld von ganz hinten nacheilen. Am Ende konnte er noch Marco Melandri und Toni Elias einholen und sich mit dem elften Platz wichtige Punkte für die WM-Wertung sichern.

 

Colin Edwards, Platz 3
"Der dritte Platz ist kein Sieg, aber es fühlt sich heute genau so gut an. Ich erinnere mich, wie enttäuscht ich über meinen dritten Platz in Le Mans war, fühle mich aber nach allem was passiert ist mit dem heutigen dritten Platz sehr gut. Ich dachte, mein Start war gut und ich war Fünfter oder Sechster, als Valentino mit Randy de Puniet kollidierte und stürzte. Ich dachte, ich könnte links vorbeifahren, wollte aber auf keinen Fall über Valentino oder sein Motorrad fahren, also habe ich angehalten. Dann war ich auf einmal Letzter und Alex de Angelis ging zu Boden. Ich habe meinen Kopf hinter die Scheibe gepresst und nur noch Gas gegeben. Ich dachte, dass es besser ist, ins Kiesbett zu fahren, als Achter oder Neunter zu sein. Ich konnte einige Jungs überholen und bevor ich genau realisieren konnte, was passierte war, lag ich auf dem vierten Platz. Ich sah Nicky und Dani und fuhr so hart, wie es nur ging. Meine Tech3-Mannschaft hat mir heute ein großartiges Motorrad zur Verfügung gestellt und Michelin die passenden Reifen, um Nicky noch einzuholen. In dieser Klasse auf das Podium zu fahren, ist immer sehr hart. Umso mehr freue ich mich, dass es diesmal von ganz hinten funktioniert hat."

 

Jorge Lorenzo, Platz 6
"Ich habe gestern schon gesagt, dass es heute das Wichtigste für mich ist, das Rennen zu Ende zu fahren. Mit dem Rennen selbst bin ich nicht zufrieden, denn es hat keinen Spaß gemacht und ich hatte einige Probleme gegen Rennende. Ich hoffe, dass ich mich in den zwei Wochen bis zum nächsten Rennen etwas ausruhen kann um dann wieder richtig angreifen zu können. Wir versuchen uns Schritt für Schritt zu verbessern um besser zu sein als heute. Valentino hatte heute kein Glück, aber dass er weiterfuhr und wichtige Punkte sammeln konnte war schon toll."

 

Valentino Rossi, Platz 11
"Nach sieben Podiumsplätzen in Folge habe ich heute einen Fehler gemacht – so ist Racing! Ich bin ziemlich enttäuscht, denn wir haben einige Änderungen am Set-Up vorgenommen, die sehr gut funktioniert haben. Leider ist mir dann gleich in der ersten Runde dieses Missgeschick passiert. Ich war einfach zu schnell und die Reifen waren noch kalt, als ich beim Bremsen über das Hinterrad weggerutscht bin. Entschuldigen möchte ich mich vor allem bei Randy de Puniet und seinem Team. Nach dem Sturz hatte ich einen verbogenen Lenker, konnte aber dennoch 37,1er Runden fahren! Ich weiß, dass ich schneller war als Pedrosa, auch wenn es einfach zu sagen ist, wenn man hinten fährt. Ich bin mir aber sicher, dass es einen Zweikampf mit Stoner um den Sieg gegeben hätte. Ich schaue jetzt nach vorne und wir werden dafür sorgen, dass mein Motorrad mit den Bridgestone-Reifen auf allen Strecken schnell ist."
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