Valentino Rossi

Valentino Rossi fuhr heute beim Großen Preis von Katalonien ein großartiges Rennen und machte mit dem zweiten Platz seine schlechte Startposition vom Samstag vergessen. Bereits in den ersten Runden kämpfte sich Rossi durch das Starterfeld und musste sich am Ende nur dem Sieger Dani Pedrosa, der bereits in den Anfangsrunden dem Verfolgerfeld entwischt war, geschlagen geben. Einfach hatte es Rossi allerdings nicht, den der amtierende Weltmeister Casey Stoner attackierte Rossi in den letzten Runden, konnte sich aber letztlich nicht gegen den Yamaha-Piloten durchsetzen.

Nach einer anstrengenden Nachtschicht für Rossis Team, wurde am Sonntagmorgen im Warm-Up klar, dass Rossi mit den Veränderungen am Motorrad besser zurecht kam und schneller fahren konnte, als in den vorangegangenen Trainingssitzungen. Von Startposition neun ging der Italiener ins Rennen, definierte aber einen Podiumsplatz als klares Ziel für das Rennen. Bereits in der ersten Runde konnte Rossi Markenkollege James Toseland überholen, um sich dann kontinuierlich seinen Weg nach vorne zu bahnen. In den folgenden Runden mussten seine Mitstreiter ihren Platz an Rossi abgeben, bevor nur noch Andrea Dovizioso, Casey Stoner und der bereits enteilte Sieger Dani Pedrosa vor dem Yamaha-Piloten fuhren. Dovizioso konnte Rossi relativ leicht überholen und auch an Stoner ging Rossi vorbei, doch der Australier ließ nicht locker und klebte Rossi rundenlang am Hinterreifen. In der 17. Runde kam die Attacke von Stoner und er konnte an Rossi vorbeiziehen. Die letzten Runden des Rennens nutzte Rossi, um seinen Vordermann zu studieren und sich seinen Plan für die finale Attacke zurechtzulegen. In der vorletzten Runde war es dann soweit. Rossi schnappte sich Stoner und fuhr in kurzer Zeit einen Abstand von einer knappen halben Sekunde heraus. Am Ende trennten den Italiener vom Sieger Pedrosa 2,8 Sekunden, der Vorsprung auf Stoner blieb konstant bei einer halben Sekunde.

Mit den wichtigen 20 Punkten vom heutigen Rennen bleibt Rossi mit 142 Punkten der Führende in der WM-Wertung, sieben Punkte vor Pedrosa. Lorenzo, der wegen seines Sturzes vom Freitag nicht starten konnte, liegt mit 94 Punkten auf dem dritten Rang. Die beiden Yamaha-Tech3 Fahrer Colin Edwards und James Toseland landeten ebenfalls unter den Top-Sechs und liegen in der WM-Tabelle auf den Plätzen fünf (Edwards, 69 Punkte) und sieben (Toseland, 53 Punkte).

 

Valentino Rossi, Platz 2
"Ich denke, das war heute ein gutes Rennen! Es ist lange her, dass wir so hart um die vorderen Plätze kämpfen mussten und heute war es mit Stoner fast so wie im letzten Jahr, allerdings ging es nicht um den ersten, sondern um den zweiten Platz. Mit dem heutigen Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Nach drei fast perfekten Rennen, war der gestrige Tag ziemlich hart, doch wir hatten ein sehr gutes Meeting und waren heute deutlich stärker. Ich will das Rennen auf jeden Fall noch einmal ansehen, denn ich hatte viel Spaß und einige gute Überholmanöver mit meiner M1 und meinen Bridgestone Reifen. Als ich Stoner überholt hatte, wollte ich eigentlich etwas davonziehen, was leider nicht geklappt hat. Da wusste ich, dass es ein toller Kampf wird. Pedrosa war heute unglaublich stark und ich kann nicht sagen, ob ich mit ihm hätte mitfahren können, wenn ich von Beginn an vorne dabei gewesen wäre. Die dritte Startreihe war schon ein Handicap und Pedrosa, so stark wie er heute fuhr, von dort aus einzuholen ist unmöglich. Unter diesen Umständen bin ich glücklich, dass ich nur fünf Punkte verloren habe und in der WM-Wertung immer noch führe. Morgen werden wir hier testen und es wird sicherlich spannend, herauszufinden was an diesem Wochenende los war. Danke an mein gesamtes Team und Gratulation an Dani."

 

Davide Brivio, Team Manager
"Mit diesem Ergebnis sind wir zufrieden, denn wir hatten das ganze Wochenende einige Schwierigkeiten. Das Team und die Ingenieure haben gute Arbeit abgeliefert, um in wirklich kurzer Zeit diese Verbesserungen zu ermöglichen. Auch wenn unsere Startposition nicht die Beste war, bin ich mit den 20 Punkten sehr zufrieden. Pedrosa war heute einfach zu stark. Die WM dauert noch lange und unser Ziel ist es, bei jedem Rennen auf dem Podium zu stehen. Wir werden morgen beim Test die Daten von diesem Wochenende analysieren und wieder etwas mehr über das Yamaha-Bridgestone-Paket lernen. Schade ist, dass wir das Rennen heute ohne Jorge ansehen mussten. Ich wünsche im alles Gute und eine schnelle Genesung und hoffe, dass wir ihn bald wieder beim Rennen sehen."
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